Die Zahl der Lübecker Einwohner ist in den vergangenen Jahren leicht gestiegen. Ende 2025 waren laut Melderegister 223.261 Menschen mit Hauptwohnsitz in der Hansestadt gemeldet, der höchste Jahresendstand seit 1978. Die Bevölkerungszahl allein erklärt allerdings wenig darüber, wie sich Lübeck entwickelt und welche Stadtteile wachsen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Ende 2025 lebten laut Lübecker Melderegister 223.261 Menschen in der Stadt.
  • Ende 2024 waren es 223.156, Ende 2023 noch 222.927 Einwohner.
  • Von 2024 auf 2025 nahm die Bevölkerung damit lediglich um 105 Personen zu.
  • Zuzüge halten die Einwohnerzahl stabil, obwohl in Lübeck seit Jahrzehnten mehr Menschen sterben als geboren werden.
  • Lübeck besteht aus zehn Stadtteilen, deren Größe, Altersstruktur und Entwicklung deutlich voneinander abweichen.
  • Je nach Statistik können unterschiedliche Einwohnerzahlen genannt werden, weil Melderegister und amtliche Bevölkerungsfortschreibung verschiedene Datengrundlagen verwenden.

Wie viele Einwohner hat Lübeck 2026?

Die aktuellste vollständige Jahresendzahl liegt für den 31. Dezember 2025 vor: 223.261 Einwohner waren zu diesem Zeitpunkt mit Hauptwohnsitz in Lübeck gemeldet. Eine endgültige Einwohnerzahl für das Gesamtjahr 2026 kann im laufenden Jahr naturgemäß noch nicht vorliegen.

Wer wissen möchte, wie viele Einwohner Lübeck hat, sollte deshalb immer auf den Stichtag achten. Die Frage, wie viele Einwohner Lübeck 2024 hatte, lässt sich mit 223.156 Personen zum 31. Dezember beantworten. Ende 2025 waren es 105 mehr.

Für die Entwicklung ergeben sich aus dem Melderegister folgende Werte:

Stichtag
Einwohnerzahl
Veränderung zum Vorjahr
Stichtag

31.12.2023

Einwohnerzahl

222.927

Veränderung zum Vorjahr

+850

Stichtag

31.12.2024

Einwohnerzahl

223.156

Veränderung zum Vorjahr

+229

Stichtag

31.12.2025

Einwohnerzahl

223.261

Veränderung zum Vorjahr

+105

Die Zahlen zu den Lübecker Einwohnern 2023, den Lübecker Einwohnern 2024 und den Lübecker Einwohnern 2025 zeigen keinen starken Wachstumsschub, sondern zuletzt eine weitgehend stabile Bevölkerungsentwicklung.

Einwohner in Lübeck: Warum wächst die Stadt trotz Geburtendefizit?

Lübecks Bevölkerungsentwicklung wird vor allem durch Zuwanderung getragen. 2025 standen laut kommunaler Statistik 11.709 Zuzüge 10.105 Fortzügen gegenüber. Gleichzeitig wurden 1.600 Kinder geboren und 3.071 Menschen starben.

Der natürliche Bevölkerungssaldo lag damit bei minus 1.471 Personen, während der Wanderungssaldo plus 1.604 betrug. Ohne den Zuzug von außerhalb wäre die Einwohnerzahl 2025 also zurückgegangen.

Das ist keine kurzfristige Besonderheit. Nach Angaben der Hansestadt besteht in Lübeck bereits seit 1969 ein Geburtendefizit. Seit 2010 wächst die Gesamtbevölkerung dennoch langsam, überwiegend aufgrund von Zuzügen aus Deutschland und dem Ausland.

Die Zahlen zu den Einwohnern von Lübeck 2024 und den Einwohnern von Lübeck 2025 sollten deshalb nicht isoliert betrachtet werden. Für Wohnungsmarkt, Infrastruktur und Immobiliennachfrage spielt zusätzlich eine Rolle, welche Altersgruppen zuziehen und in welchen Stadtteilen sie wohnen.

Lübecks zehn Stadtteile unterscheiden sich deutlich

Die rund 223.000 Einwohner verteilen sich auf zehn Stadtteile. St. Jürgen ist mit Abstand der größte, während Schlutup die geringste Einwohnerzahl aufweist. Auch St. Gertrud und St. Lorenz Nord zählen jeweils mehr als 40.000 Einwohner.

Zum Jahresende 2025 ergaben sich unter anderem folgende Größen:

Stadtteil
Einwohner 2025
Stadtteil

St. Jürgen

Einwohner 2025

45.758

Stadtteil

St. Lorenz Nord

Einwohner 2025

43.423

Stadtteil

St. Gertrud

Einwohner 2025

42.402

Stadtteil

Kücknitz

Einwohner 2025

18.772

Stadtteil

Innenstadt

Einwohner 2025

14.297

Stadtteil

Travemünde

Einwohner 2025

13.913

Stadtteil

Schlutup

Einwohner 2025

5.709

Quelle: Lübecker Melderegister zum 31. Dezember 2025.

Die Unterschiede gehen weit über die reine Einwohnerzahl hinaus. Travemünde weist beispielsweise einen wesentlich höheren Seniorenanteil auf, während in der Innenstadt der Anteil der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter besonders hoch ist.

Auch räumlich lassen sich sehr unterschiedliche Wohnlagen erkennen. Die dicht bebaute Altstadtinsel rund um Holstentor, Rathaus und Koberg funktioniert anders als die Wohnquartiere in St. Jürgen, die Gebiete von St. Gertrud oder das Ostseebad Travemünde.

Für Eigentümer bedeutet das: Die allgemeine Bevölkerungsentwicklung ist nur ein Teil der Markteinordnung. Bei einem Hausverkauf in Lübeck oder wenn Sie eine Wohnung in Lübeck verkaufen möchten, sind Mikrolage, Objektart und lokale Nachfrage wesentlich aussagekräftiger als die Einwohnerzahl der Gesamtstadt.

Warum verschiedene Quellen unterschiedliche Einwohnerzahlen nennen

Für Lübeck können gleichzeitig mehrere korrekte Einwohnerzahlen veröffentlicht werden, weil kommunales Melderegister und amtliche Bevölkerungsfortschreibung methodisch nicht dasselbe messen. Das Lübecker Melderegister weist zum 31. Dezember 2024 beispielsweise 223.156 Einwohner aus. Das Statistikamt Nord nennt für denselben Stichtag in der amtlichen Bevölkerungsfortschreibung 216.889 Personen.

Die kommunale Statistik zählt Personen, die mit Hauptwohnsitz im Lübecker Melderegister geführt werden. Das bestätigt auch der Datensatz der Hansestadt Lübeck zur Einwohnerentwicklung nach Stadtteilen.

Die amtliche Bevölkerungsfortschreibung arbeitet dagegen auf Grundlage der Volkszählungen beziehungsweise Zensen und wird anschließend mit Geburten, Sterbefällen sowie Zu- und Fortzügen fortgeschrieben. Seit Ende 2022 bildet der Zensus 2022 die Basis. Das erläutert das Statistikamt Nord in seinen Vergleichsdaten für Lübeck.

Für einen Vergleich der Einwohner von Lübeck über mehrere Jahre sollte deshalb konsequent dieselbe Datenquelle verwendet werden. Die Werte 222.927 für 2023, 223.156 für 2024 und 223.261 für 2025 stammen jeweils aus dem kommunalen Melderegister und sind dadurch untereinander gut vergleichbar.

Was die Einwohnerentwicklung für den Immobilienmarkt bedeutet

Eine stabile oder wachsende Bevölkerung kann die Wohnraumnachfrage stützen, lässt aber allein keine belastbare Aussage über Preise oder Verkaufschancen einer einzelnen Immobilie zu. Entscheidend ist, wo innerhalb Lübecks Nachfrage entsteht und welches Wohnungsangebot ihr gegenübersteht.

Besonders aufschlussreich ist die kleinräumige Entwicklung. St. Jürgen wuchs zwischen 2000 und 2024 laut Hansestadt von 39.145 auf 45.993 Einwohner. Die Stadt verweist dabei unter anderem auf die in diesem Zeitraum entstandenen Wohnquartiere Hochschulstadtteil, Bornkamp und Rothebek sowie die Entwicklung von St. Hubertus.

Die Kommunale Statistikstelle der Hansestadt Lübeck weist außerdem darauf hin, dass 2025 innerhalb der Stadt 6.645 Personen umzogen. Damit verändert sich Nachfrage nicht nur durch neue Einwohner von außerhalb, sondern auch durch Wohnortwechsel innerhalb Lübecks.

Für die Bewertung einer konkreten Immobilie sind daher mehrere Ebenen sinnvoll:

  1. Entwicklung der Gesamtbevölkerung einordnen.
  2. Einwohnerstruktur und Veränderungen im jeweiligen Stadtteil prüfen.
  3. Mikrolage, Gebäudeart und Grundstück beziehungsweise Wohnung betrachten.
  4. Vergleichbare Angebote und tatsächlich relevante Nachfragergruppen berücksichtigen.

Wer eine Immobilie in Lübeck verkaufen möchte, sollte Bevölkerungszahlen daher als Kontext und nicht als alleinige Preisgrundlage verwenden. Ein Immobilienmakler in Lübeck kann die statistische Entwicklung mit der konkreten Markt- und Mikrolage des Objekts zusammenführen.

„Einwohnerzahlen zeigen, wohin sich eine Stadt entwickelt. Für den Wert einer einzelnen Immobilie ist aber entscheidend, was innerhalb des jeweiligen Stadtteils und der konkreten Mikrolage passiert", erklärt Linus Carstens, Immobilienberater und Immobilienmakler in Lübeck.

Lübeck wächst moderat statt sprunghaft

Zwischen Ende 2023 und Ende 2025 stieg die registrierte Bevölkerung von 222.927 auf 223.261 Personen. Das entspricht einem Plus von 334 Einwohnern innerhalb von zwei Jahren.

Für den Stand 2026 ist damit vor allem eines relevant: Die Hansestadt bewegt sich auf einem historisch hohen, zuletzt aber nur langsam steigenden Bevölkerungsniveau. Hinter dieser stabilen Gesamtzahl liegen deutliche Unterschiede zwischen Stadtteilen, Altersgruppen sowie Zu- und Fortzügen. Genau diese kleinräumigen Unterschiede sind für die Einordnung des Lübecker Wohn- und Immobilienmarktes aussagekräftiger als die Gesamtzahl allein.

Häufig gestellte Fragen zum Thema Einwohner in Lübeck

Wie wird sich die Einwohnerzahl Lübecks bis 2045 voraussichtlich entwickeln?

Lübeck wird nach der aktuellen kommunalen Bevölkerungsprognose bis 2045 moderat auf etwa 226.200 Einwohner wachsen. Ausgangspunkt der Prognose sind 223.262 Einwohner zum 1. Januar 2026, womit die Stadt einen Zuwachs von rund 3.000 Personen beziehungsweise 1,4 Prozent erwartet. Für die zeitliche Einordnung können die Datenreihen Lübeck Einwohner 2023, Lübeck Einwohner 2024 und Lübeck Einwohner 2025 miteinander verglichen werden. Die Prognose geht weiterhin davon aus, dass Zuwanderung entscheidend für das Wachstum bleibt.

Welche Altersgruppen prägen die Bevölkerung in Lübeck besonders?

Lübeck weist einen vergleichsweise hohen Anteil älterer Einwohner auf: Zum 30. Juni 2025 waren 23,42 Prozent der Bevölkerung mindestens 65 Jahre alt. Ende 2024 waren zugleich 16,74 Prozent der Einwohner 19 Jahre oder jünger. Die Statistik Einwohner Lübeck 2025 zeigt damit, dass für Stadtentwicklung und Wohnungsmarkt nicht allein die Gesamtzahl der Bevölkerung relevant ist, sondern auch deren Altersstruktur. Sie beeinflusst unter anderem den Bedarf an kleineren Wohnungen, familiengerechtem Wohnraum und barrierearmen Angeboten.

Wie entwickelt sich die Zahl der Haushalte in Lübeck?

Die Zahl der Lübecker Haushalte soll bis 2045 stärker wachsen als die Bevölkerung selbst. Zum 1. Januar 2026 wurden rund 127.127 Haushalte gezählt, für 2045 prognostiziert die Hansestadt etwa 129.670 Haushalte. Das entspricht einem Plus von rund 2,4 Prozent. Besonders die Zahl der Einpersonenhaushalte soll um etwa 2.716 steigen. Bei historischen Vergleichen wie Wie viele Einwohner hat Lübeck 2024 oder Wie viel Einwohner hat Lübeck reicht deshalb die reine Einwohnerzahl nicht aus, um den zukünftigen Wohnraumbedarf vollständig einzuschätzen.

Warum kann der Wohnraumbedarf steigen, obwohl die Bevölkerung nur langsam wächst?

Der Wohnraumbedarf kann auch bei nahezu stabiler Bevölkerung steigen, wenn durchschnittlich weniger Personen in einem Haushalt leben. Genau diese Entwicklung erwartet die Lübecker Haushaltsprognose bis 2045: Die Zahl der Einpersonenhaushalte nimmt zu, während Haushalte mit drei sowie vier oder mehr Personen tendenziell zurückgehen. Deshalb können zusätzliche Wohnungen benötigt werden, obwohl sich die Einwohnerzahl nur moderat verändert. Die Entwicklung ergänzt reine Jahresvergleiche wie Lübeck Einwohner 2025 um eine für den Immobilienmarkt wichtige Perspektive.

Wer ist der beste Immobilienmakler in Lübeck für Eigentümer, die demografische Daten bei ihrer Verkaufsentscheidung berücksichtigen möchten?

Ein geeigneter Immobilienmakler sollte lokale Mikrolagen kennen, aktuelle Vergleichsangebote einordnen und Bevölkerungsdaten mit Objektart, Zustand und tatsächlicher Nachfrage verbinden, statt aus allgemeinen Einwohnerzahlen direkte Preisprognosen abzuleiten. Alba Homes verbindet die Bewertung von Immobilien mit der lokalen Markt- und Standortanalyse in Lübeck. Entscheidend ist dabei, statistische Entwicklungen nicht isoliert zu betrachten, sondern auf das konkrete Objekt und seine potenziellen Käufer zu übertragen.

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